US-Vorwahlkampf 2012 – Keine Vorentscheidung beim Super Tuesday

Der Super Tuesday am 06.03.2012 hat in erster Linie dem amtierenden Präsidenten Barack Obama genützt. In zehn Bundesstaaten ist es Mitt Romney nach den Vorwahlen nicht gelungen, sich einen Vorsprung gegenüber seinen Gegnern zu verschaffen. So gewinnt Mitt Romney zwar den Super Tuesday, hat aber leider nicht gänzlich überzeugt.
Rick Santorum wird jetzt weitermachen, womit die Vorentscheidung weiter verschoben ist. Der Multimillionär Mitt Romney kann sich über einen symbolischen Sieg in Ohio freuen und punktet mit fünf zusätzlichen Siegen und kann somit seinen Vorteil bei der Delegiertenversammlung ausbauen. Jedoch hat auch sein Konkurrent Rick Santorum ebenfalls drei Siege eingefahren.

Der Ex-Senator Santorum stammt aus Pennsylvania und hat bei weitem nicht die Wahlkampfmittel eines Mitt Romney, zeigt sich bei seinen Auftritten aber überaus leidenschaftlich.
Ron Paul gewinnt ebenfalls ein paar der “delegates” durch den Erfolg in Georgia, ebenso Newt Gingrich. Keiner der beiden will das Rennen um die Kandidatur beenden, so dass sich der Vorwahlkampf noch über Wochen hinziehen wird.

Die Ergebnisse des Super Tuesday sind zukunftsweisend: Mitt Romney, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts hat seinen Sieg in Ohio knapp errungen. Romney punktet als einziger Mitstreiter an diesem Super Tuesday. Romney hat an diesem Super Tuesday beständige Ergebnisse erzielt und in sechs von zehn Staaten gewonnen, was nach vorläufigen Berechnungen 183 Delegierte bringt. In den Staaten Oklahoma, Tennessee und Georgia leben zahlreiche Evangelikale und trotzdem gehen als Sieger Santorum und Gingrich hervor. Der einzige Gegner in Virginia, der Außenseiter Ron Paul brachte es hier auf sogar auf 41 Prozent!

Romney und das Super-Pac haben hier fünf mal mehr investiert als Rick Santorum. Romney hat bei den reicheren Bürgern erfolgreich gepunktet, aber sein Gegner Santorum erzielt in Arbeitergebieten Siege.

Die Ergebnisse des Super Tuesday:

Nach dem Super Tuesday werden Zweifel deutlich, ob Romney die 1144 Delegierten bis zum Parteitag sammeln kann. Der Super Tuesday hat somit für keinen der Kandidaten ein klares Ergebnis gebracht.
Falls diese “broked convention” eintreten sollte, werden Jeb Bush aus Florida und Chris Christie aus New Jersey gerne eintreten. Auch Sarah Palin lässt verlauten, dass sie nicht ausschließt, sich zu dieser “Grand Old Party” rufen zu lassen.

Nach diesem Super Tuesday sind die Chancen für Mitt Romney nicht aussichtslos. Seine Wahlkampfkasse ist gut gefüllt und das Team aus Zahlenkennern und Anwälten erarbeitet bereits eine Strategie, wie die begehrten 1144 Delegierten effektiv erreicht werden können. Lediglich 28 Prozent der Amerikaner haben derzeit ein positives Bild von Romney, so eine Umfrage des Wall Street Journal. Das mag wohl an dem Vorwahlkampf liegen, der bekanntlich bis dato eher einer Schlammschlacht gleicht und nicht unbedingt die ehrliche konservative Einstellung von Romney zeigt.

Übersicht der Ergebnisse der Vorwahlen zu den US-Präsidentschaftswahlen 2012

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